• 25 Jahre ImTeamTheater

    Schlitz im Kleid

Schlitz im Kleid

Lustspiel um den "Schlüssel zum Glück" von Frank M. Ziegler/Michael Zeeb

Fiona Falke ist ein Drachen, wie er im Buche steht, und „Falke-Fashion“ ist ein Familienbetrieb für „Mode von der Stange“. Aber Fiona will mehr! Dieses Jahr wird sie ihre verhasste Konkurrentin Bernadette de Chan Son ausstechen. Dafür hat Fiona ein Kleid designed, das nicht nur einen bombastischen „Schlitz“ aufweist, sondern auch in einem überaus stabilen Stahlkoffer steckt. Leider haucht Fiona einen Tag vor der Präsentation ziemlich überraschend ihr Leben aus. Um die tote Fiona trauern zwar weder ihr Gatte Karlheinz noch ihre Stiefsöhne Timo und Max, doch Fionas Tod muss unbedingt vor dem penetranten Klatschjournalisten Valentin Winter vertuscht werden, sonst ist die Präsentation zum Teufel. Im falkschen Haushalt überschlagen sich die Ereignisse: Hausherr Karlheinz feiert, Sohn Max verliebt sich, Chantal erkennt ihre Chance zur Chefin aufzusteigen, der herbeigerufene Schlosser Joachim hat sein Kreuz mit dem Koffer aber dafür ein anderes Talent, Konkurrentin Bernadette macht dem tumben Timo schöne Augen und der karrieregeile Journalist Valentin findet plötzlich alles über die tote Fiona heraus. Und als wäre das alles nicht schon dramatisch genug, taucht nun eine weitere Mitstreiterin um das Erbe Fionas auf. Platzt die Präsentation nun endgültig? Schafft es die intrigante Chantal, Timo und Max zu verfeinden, um neue Chefin von „Falke-Fashion“ zu werden? Und sehen wir ihn schlussendlich doch noch, den „Schlitz im Kleid“?

Darsteller


Von der Sketchgruppe zum Theaterverein

Aus einer Sketchgruppe wuchs der Theaterverein ImTeamTheater. Mittlerweile 23 Spielsaisonen haben gezeigt, dass Seiersberg und Umgebung - und seit 2015 auch Pirka - noch lange nicht genug von der gemütlichen Atmosphäre und der "köstlichen" Unterhaltung beim ImTeamTheater haben. Wie es sich für eine ständig wachsende Familie geziemt, musste mit wachsender Mitglieder- und Besucherzahl in ein größeres Haus gesiedelt werden. Die Umbauarbeiten in der Volksschule erzwangen eine zwei Jahre währende Spielpause, dann war es aber soweit: Von der Aula der Volksschule wechselten wir 2012 in die neu errichtete KUSS-Halle. Heuer - also 2018 - sind wir dort nun schon die sechste Saison am Werkeln.


Künstler vor den Kulissen

Sylvia Maier

Sylvia Maier

Mutter der Compagnie - keine kennt die Truppe besser

Als quasi Gründerin und langjährige Obfrau des ImTeamTheaters managt sie den Verein von Anbeginn. Für die Gruppe ist sie - neben dem langjährig aktiv gewesenen - Regisseur Manfred Pöll Ansprechperson Nummer eins. Trotzdem sie mit etlichen Funktionen beladen ist (Schauspielen, Stücke lesen und auswählen, Bühneneinrichtung, Buchhaltung, Sponsoren, Mama für alles ...), reißt ihr nie der Geduldsfaden. Keine einzige Theatersaison hat sie noch ausgelassen. "Das Publikum soll einen schönen Abend haben", ist ihre Motivation.
Glücklich ist sie auch über den Rückhalt in ihrer Familie. "Das ist das Wichtigste, sonst kann man sowieso nichts tun" und Ehemann Peter ist ohnehin der fleißigsten einer im Backstage-Bereich - Organisation, Sommelier, Chef de Bar ...
Nicht nur beim ImTeamTheater sind Sylvias Aufgaben vielfältig - auch im Leben hat sie schon etliche Rollen übernommen. Als Mama von Helene (von ihr stammen die Film-Zusammenschnitte der Stücke) und Katharina ist sie ebenso engagiert wie in ihren diversen Jobs: Buchhaltung in der Steirischen Ferngas, Kellnerin auf der Grazer Messe, Mädchen für alles im Hotel zum Dom, und schließlich beim "Verrechnen" in der Energie Steiermark.

Ihre wohl größte Leidenschaft: der Drahtesel. Nirgendwo ist sie ohne Fahrrad zu sehen, bis auf die Bühne: "Es gibt einfach keine bessere Art sich fortzubewegen!" Sylvia über das ImTeamTheater: "Für mich ist Theater eine tolle Ergänzung zum Alltag. Das Wichtigste ist, dass es Spaß macht und wir die Leute unterhalten können."

2018 ist für sie ein besonderes Jahr – sind doch 25 Jahre seit der ersten Bühnenberührung vergangen. Noch dazu wird ihr heuer auf der Bühne alles abverlangt, muss sie doch eine unsympathische Tyrannin mimen.

Alexandra Zavec

Alexandra Zavec

"I g'frei mi" - in kurzer Zeit ein Fixpunkt

In der Obersteiermark geboren und aufgewachsen, folgte Alexandra 1991 dem Ruf der Arbeit an die Technische Universität Graz, wo sie seither die Wissenschaft von der verwaltungstechnischen Seite aufzurollen versucht. Nach einigen Jahren Lebensmittelpunkt in Graz fand sie mit ihrer Familie ab 1997 in Seiersberg ihr Zuhause und sehr gute Freunde, die sie in die hiesige Theaterszene einführten. Als jahrelange, begeisterte Zuschauerin der Vorstellungen des ImTeamTheaters darf sie sich seit 2014 auf die andere Seite der Macht - sprich auf die Bretter, die die Welt bedeuten - wagen. "Ich will doch nur ein bisschen spielen!" freute sich Alex sehr auf ihren Einsatz, der sie stark an ihre Kindheit erinnert. Damals konnte sie als Ensemblemitglied der Leobener Märchenbühne etwas Theaterluft schnuppern. Neben ihrem Mann Markus und ihrem Sohn David zählt sie zu ihren großen Leidenschaften die Bewegung sowie Menschen und deren Geschichten, die berühren, nachdenklich machen und im besten aller Fälle andere zum Lachen bringen. In kurzer Zeit hat sich Alex in die Herzen des Publikums und ihrer Ensemblekollegen gespielt - und ihr bisweilen treuherziger Blick und ihre Latex- und Stubenmädchen-Outfits vertragen sich durchaus gut. 2017 war sie erstmals die betrogene französische Ehefrau - aber aus solchen Situationen hat sie sich immer noch herausgespielt. 2018 heißt es wieder in die Dienstbotenrolle zu schlüpfen, aber dieses Mal im frechen Stil.
Sylvia Maier

Doris Zenz

Geballte Theaterenergie mit Faible für aufwendige Kostüme

Nach einer "künstlerischen Pause" feierte sie im Jahr 2005 ein fulminantes Comeback in der Titelrolle des Stückes "Wie wär's denn Mrs. Markham", die erste Hauptrolle ihres Theaterlebens. Privat spielt Doris ebenfalls meisterlich ihre Rolle als Mutter von Simon und David und als Frau von Herbert. Die beiden kennen sich seit Doris' 16. Lebensjahr. Sie interessierte sich von Anfang an für Herberts neues Hobby, der als erster von beiden beim ImTeamTheater engagiert wurde. Drei Jahre nach Herberts Erstauftritt wurde für die Rolle eines jungen Dienstmädchens eine Darstellerin gesucht - und Doris gab ihr Debüt in "Geld wie Heu". Ihre Begeisterung für das Theater hat bis heute nicht nachgelassen. Eine ihrer Stärken ist die Textsicherheit. Dass sie die Dialoge nicht früh genug beherrscht, kann ihr niemand vorwerfen, was der langjährige Regisseur Mandi Pöll absolut zu schätzen wußte. "Mit zwei kleinen Kindern weiß man nie, was kommt. Wenn sie plötzlich krank werden, bin ich trotzdem gut vorbereitet. Das hat sich immer bewährt und ohne Textbuch in der Hand probt es sich viel besser", ist Doris überzeugt. Ihre zwei "Kleinen" sind übrigens mittlerweile schon alt genug fürs Mopedfahren und um an der Bar und an den Stehtischen wieselflink und aufmerksam abzuservieren. Bemerkenswert ist, dass Doris den Rollen immer ihre ganz persönliche Note aufdrückt, sich in die Charaktere hineindenkt und alles mögliche herausarbeitet, um auch kleinen Rollen eine große Wirkung zu verleihen. 2018 gibt sie Chantal, eine vordergründig harmlose Schwiegertochter in spe, im Grunde ihres Herzens aber eine berechnende „Hyäne“, armer Timo!
Sylvia Maier

Peter Kolb

Quereinsteiger über die Brettljauser

Am Anfang stand ein böser Husten. Der unterbrach nämlich heimtückisch im Jahr 2012 - und zum Glück nur kurzfristig - die Karriere des darstellerischen Dampfkraftwerks der Seiersberger, Manfred Rucker. Die daraufhin einberufene Klausur des ImTeamTheaters belegt in ihrem Ergebnis eine nachgerade tollkühne Risikobereitschaft der Truppe: Als Ersatz geholt wurde nicht ein darstellerischer Profi, sondern - ein Zuschauer. Wie zur Bestätigung der alten Theaterweisheit, dass die beste Truppe nichts ohne ihr Publikum ist. Der Neue heißt jedenfalls Peter Kolb, musste 46 Jahre auf seinen Einsatz warten und ist im Brotberuf Journalist. Als solcher stellt er kurz und bündig klar: "Der Rucki ist nicht zu ersetzen!"
Peters dennoch rasches Engagement belegt auch eindrucksvoll das Vorurteil, dass Beziehungen nie schaden können, ist er doch jahrzehntelanger Spezl von Wolfi Melcsok. Der ihm übrigens die Rolle des halbseidenen Claude Philby raffiniert auf's Brot schmierte: Erst gab's ein üppiges Brettljauserl, man sprach über Theater und die Qualität von Geselchtem und zwischendrin servierte Wolfi die Frage: "Machst des?" Peter, mampfend, verstand "Magst des?", sagte ja und hatte zum Dessert ein Textbuch am Teller. Das gesprochene Wort ist halt schon etwas anderes als das geschriebene.
Dass man sich bei den Seiersbergern die Sporen erst erlaufen muss, wurde "Pete" gleich nach der ersten Probe beim anschließenden Sponsorenbesuch im Gasthaus Ferdl bewusst: "A Auswärtiger!"
Ein bisschen Erfahrung bringt Peter ja mit: Die ersten Bühnenschritte sind zwar bereits lange vergessen, wurden sie doch schon im vergangenen Jahrtausend getan: irgendwann in den 1980er Jahren in der Pfarre Christkönig. Stück: "Die Physiker". Text: "Paaaaapi!" Ausschlagend war wahrscheinlich die bisherige, naja, Filmkarriere in Peter Guchers "Kernöl-Western" oder auch in einem Streifen der Grazer Independentfilmer-Gruppe Loom: Allerdings: Bei Gucher lag das Textbuch immer griffbereit in der Kulisse. Bei Looms Mysterythriller "Tartarus" beschleicht Peter nach wie vor der Verdacht, dass er die Kleinrolle in erster Linie wegen seiner Requisiten erhielt.
"Ich habe jedenfalls das Gefühl, das ImTeamTheater schon lange zu kennen, sie mich aber nur bedingt. Wie man sich halt jemanden merkt, der jahrelang treuer Begleiter im dunklen Zuschauerraum war. Dass ein Ortswechsel ansteht, hätte ich mir niemals gedacht. Vielleicht war meine jährliche eindrucksvolle Performance auf der richtigen Seite des Buffets ausschlaggebend."
Nun seit 2012 durchgehend im Einsatz wird Peter in der Saison 2018 auf der Bühne den gleichen Beruf ausüben wie im richtigen Leben, nur wechselt er das Genre der Berichterstattung und gibt den Society-Reporter Valentin Winter!
Wolfgang Melcsok

Wolfgang Melcsok

Improvisationsgenie und Meister der Mimik

1997 begann das ImTeamTheater seinen Schauspielerkreis zu erweitern. Der erste Neue, auf den sich die Truppe einließ, war Wolfgang Melcsok. "Auf einer Grill-Party fiel ich dem Talente-Scout Manfred "Rucki" Rucker auf. Nach einem unverbindlichen Gespräch waren sich unsere Anwälte einig und ich habe den 267 Seiten umfassenden Vertrag unterschrieben", witzelt Wolfi, der Spaßmacher. Damals war er noch in Graz ansässig, mittlerweile hat er seinen Lebensmittelpunkt nach Seiersberg verlegt - so viel Eifer muss ihm erst einmal einer nachmachen. Eine Zeitlang mischte er auch bei einer Grazer Improvisations-Theater-Gruppe mit. Wolfis Qualifikationen dafür waren einschlägig: Keiner seiner unzähligen "Hänger" beim ImTeamTheater hat ihn noch zu Fall bringen können - dafür manchen Kollegen zur Sprachlosigkeit. In solchen Fällen helfen dann Souffleuse Claudia Paternoga sowie Improvisationsgabe, wenn es gilt, ein bis zwei ausgelassene Skriptseiten wieder einzufangen. Text lernen ist halt was für Anfänger. Doch was soll's - Wolfis Gesichtsausdrücke sind unwiderstehlich, seine Bewegungskünste sowieso - eine Andeutung reicht, und das Publikum kriegt sich kaum mehr ein. 2017 überraschte er sein Publikum - normalerweise ist er auf sympathische Schussel, tollpatschige Verliebte oder betrogene Ehemänner abonniert. Hier war er ein ebenso cholerischer wie schwerbewaffneter Brutalist. 2017 war er 20 Jahre dabei, nur einmal ließ er aus - siehe unten.
In seiner 21igsten Saison wird er wieder so sein, wie wir ihn kennen, der liebenswerte Tollpatsch Timo mit einem Schuss Sexappeal zur Freude der Damen.
Wolfis Freizeit: "Snowboard rutschen, Squash-Bälle hauen und FM4-Musik lauschen" sind seit der Geburt seiner kleinen Anika ein bisschen in den Hintergrund gerückt. Anika ist ein richtiges Theaterkind, denn sie beschloss am 4. April, der Tag einer unserer Theateraufführungen von "Alles in Butter" im Jahre 2009 das Licht der Welt zu erblicken… und ihr erstes Foto durfte gleich unser gesamtes Publikum bewundern.
Sylvia Maier

Manfred Rucker

Vielgesichtiger Adoptivsohn der Seiersberger

Sie haben sich sicher schon oft gefragt, wie das funktioniert, wenn plötzlich die Türglocke auf der Bühne läutet, ein Auto heftig bremst oder genau im richtigen Moment ein Telefon klingelt. Wir uns übrigens auch ... Gott sei Dank behält in technischen Belangen einer den Durchblick: Unser Rucki bringt durch seinen Beruf als Elektrotechnik-Ingenieur auch für den Theaterbetrieb abseits der Bühne entscheidendes Know-how mit. Ohne Manfred, den Cheftechniker, wäre so manche Raffinesse in den Aufführungen nicht möglich gewesen. Der erste Nicht-Seiersberger in der Truppe hatte es oft nicht leicht, seine Interessen zu vertreten, aber: "Ich glaube, in den letzten Jahren ist es mir doch gelungen, mich ein wenig durchzusetzen", sagt der begeisterte Schauspieler. Unvergesslich: seine Auftritte als tuntiger Nachbar in "Taxi Taxi" oder als Scheich Abdul el Hadsch und Major Ponsenby in einer Doppelrolle im Stück "Hotel im Angebot" im Jahr 2008. Diese Rollen bestätigen einmal mehr die Wandlungsfähigkeit des Manfred Rucker, der ebenso blitzschnell wie glaubwürdig von zerstreut zu cholerisch zu wechseln vermag. Auch seine Evi ist im ImTeamTheater immer mit von der Partie. Unermüdlich arbeitet sie beim Organisieren und am Buffet mit. "Für mich und meine Familie ist das Theaterspielen einfach der ideale Ausgleich" so Rucki, der - beruflich bedingt - oft genug zu einer Probe gerade noch rechtzeitig vom anderen Ende Österreichs kommend eintrifft. Auch bei Rucki packt übrigens die ganze Familie mit an: Tochter Christina hinter der Bar, Sohn Stefan bei der Technik.
Im Jubiläumsjahr 2018 zieht er sich den Blaumann an und frönt als dichtender Schlosser Joachim Busch einer Leidenschaft, die seinen Bühnenpartnern nicht immer gefällt, aber dem Publikum die Lachmuskeln strapazieren wird.
birgit

Birgit Wastl

Debütantin 2018

In Kapfenberg - wo es angeblich das beste Eis der Welt gibt – aufgewachsen, hat Birgit schon in der Volksschule als Kasperl, Prinzessin und Maria im Krippenspiel brilliert. Dann legte sie jedoch eine künstlerische Pause von rund 30 Jahren ein. Zum Studieren in die Großstadt gezogen ist sie dort auch hängengeblieben und hat sich schlussendlich in Seiersberg niedergelassen, wo sie mit ihrem Mann Thomas seit rund einem Jahrzehnt wohnt. Birgit versteht sich beruflich als „professionelle Kupplerin“, so ist auch kein Techniker vor ihr und ihren Avancen sicher.

Der Weg zurück auf die Bühne war ein langer. Nach einer Aufführung vom ImTeamTheater im Jahr 2012 wusste sie jedoch: „Auf dieser Bühne in der Kuss–Halle möchte auch ich einmal stehen und dann hoffentlich nur annähernd so professionell sein, wie die Darsteller es im Stück „Ein Bett voller Gäste“ waren.“ Kurzerhand wurde der damalige Regisseur Mandi Pöll per Mail mit folgendem Betreff angeschrieben: „Wär da noch ein Platzerl frei?“ Mandi meldete sich tatsächlich, nur leider war kein Platzerl frei. Zumindest für das Jahr 2014, denn Anfang 2015 kam das ersehnte Rollenangebot. Die Freude war groß, aber nur von kurzer Dauer. Ein privater Termin im Ausland während der Vorstellungszeit ließ den Traum platzen. Nach einem sehr intensiven Arbeitsjahr 2017 kam für Birgit das Angebot des ImTeamTheaters zur Teilnahme am Improtheater-Seminar des Regisseurs Martin Kollegger gerade recht – ES WAR DIE BESTE GELEGENHEIT UM ABZUSCHALTEN UND EINFACH SPASS ZU HABEN und noch dazu nichts auswendig lernen müssen – perfekt! Zu dem Zeitpunkt wusste Birgit nur noch nicht, dass Martin der neue Regisseur vom ImTeamTheater und auch Sylvia mit von der Partie war. Diese beiden zögerten nicht lange und schnappten sich Birgit für das freie Platzerl im Stück „Schlitz im Kleid“. Die Rolle der Modedesignerin Bernadette de Chan Son ist ein Hit! Willkommen Bi!

Sylvia Maier

Herbert Zenz

Eben noch in der Gemeindestube, nun auf der Theaterbühne

Seit 1996 ist Herbert Zenz beim ImTeamTheater. Der waschechte Seiersberger hat damals schon bei der Gemeinde gearbeitet und ist über seinen Arbeitskollegen und langjährigen Hobbyschauspieler bei der Truppe, Wolfi Rinner, zum Engagement gekommen. "Das ImTeamTheater brauchte Nachwuchs. Da habe ich nicht lange gezögert", erzählt Herbert. Nach turbulenten Jahren mit Hausbau, Studium und Familiengründung, in denen Herbert von der Schauspielerei pausierte, stand nun dem "zweiten Standbein" nichts mehr im Wege. Textsicherheit und Präzision zeichnen den Seiersberger Amtsleiter aus. Oft hat er auch den Text seines Kollegen genau im Kopf und hilft über peinliche Pausen hinweg. Herberts gutmütigen Spott hinter der Bühne muss man sich dann verdienterweise schon gefallen lassen.
"Gemeinsam mit Doris auf der Bühne zu stehen hat schon was", meint Herbert zum Spiel mit seiner Ehefrau, "und Kussszenen können dann auch ganz echt rüberkommen. Die Spannung und den Nervenkitzel vor jedem Auftritt möchten wir nicht missen." Noch ein Grund, warum Herbert auf das ImTeamTheater nicht verzichten will: das Drumherum. "Wir haben einfach eine super Gemeinschaft. Ganz besonders freuen wir uns aber auf das Feiern nach den Auftritten", schmunzelt Herbert. Sein jüngstes Highlight und DAS Gesprächsthema nach dem Fallen des finalen Vorhangs: sein Auftritt als gerissener Butler Mortimer im Katzenkostüm in "Adel in Nöten" im Jahr 2015. Das Jahr 2017 war ein besonderer Auftritt - ausgerechnet der textsichere Herbert verließ sich über weite Strecken nur auf Mimik.
Auch 2018 mit von der Partie mimt er im Stück „Kleid mit Schlitz“ den „braven“ Sohn des Hauses. Da muss er richtig gut spielen, um nicht den eigenen Lausbub durchkommen zu lassen!
Sylvia Maier

Andreas Hillebrand

Debütant 2018

Als Eingeborener aus Pirka ist Andreas im Jahr 2018 als Neicher (Neuer) dabei, nachdem er beim Improtheater-Seminar unserem Regisseur Martin aufgefallen war. Andreas freut sich über die Rolle, über die Verwandlung im Laufe des Stückes und über die Darstellung der zwei gegensätzlichen Charaktere des Karlheinz im Stück „Schlitz im Kleid“. Aber nicht nur die Schauspielerei und die professionelle Vorbereitung faszinieren ihn am ImTeamTheater. Für ihn ist es unglaublich, wie schnell und freundlich eine so zusammengeschweißte Truppe die beiden Neuen heuer aufnehmen konnte. Den Zusammenhalt und Riesenspaß kennt er auch von seiner Familie. Seine beiden Söhne sind zweisprachig aufgewachsen, nachdem seine Heike ihnen mühevoll den Kärntner Dialekt lehrte. Manchmal denken sich seine erwachsenen Söhne ihren Teil, wenn Andreas erzählt, der Regisseur habe ihm die Anweisung gegeben, ganz natürlich zu spielen. Geht es vielleicht besser, wenn er sich gar nicht verstellt – aber er ist doch nicht… Sein Beruf hat Andreas vor einigen Jahren zurück nach Seiersberg-Pirka gebracht, nach Stationen in Wien und Oberösterreich. In einem Grazer Technologiekonzern tätig, bewegt er und bewegen ihn beruflich faszinierende Teile. Das sind zum Beispiel Tiefziehkissen – obwohl er Kissen zum Ausruhen eher meiden muss, da er hobbymäßig auch Elternvereinsobmann der HTL-BULME ist. Er hat auch mit Planetenrädergetrieben zu tun und bereist am Planeten ab und zu fremde Kontinente, um chinesische, indische oder brasilianische Einkäufer zu trainieren. Und ob die Schlammschneckenpressen seines Arbeitgebers mit Schneckensüppchen zu tun haben, diskutiert Andreas gerne gemütlich am Buffet, wenn er sich nach der Aufführung wieder gefunden hat.

Künstler hinter den Kulissen

Manchmal unsichtbar, immer unverzichtbar

Eben noch im Büro - jetzt schon als Handwerker mit dem Bühnenbau beschäftigt, heißt es für viele der Mitglieder des ImTeamTheaters. Sie tauschen ihren Alltagsjob in Windeseile gegen Bohrer und Malerpinsel, um eine schöne Bühne zu zaubern. "Bühnenmeister" Ewald Schweinzger: "Als Tischlermeister bringe ich die nötigen Kenntnisse schon mit, aber auch mit meinen Kollegen und Hobby-Handwerkern bin ich sehr zufrieden." Auf einander abgestimmte Zusammenarbeit und großer Teamgeist kennzeichnen die Arbeit der fleißigen Helfer. Sie stehen zwar nicht auf der Bühne, sind für das ImTeamTheater aber genauso unverzichtbar. Und meist sind es dieselben, die die köstlichen Kuchen backen und die knackigen Brötchen vorbereiten. Und die Technik. Und die Kartenreservierung. Und die Begrüßung. Und wegräumen. Und ..

Martin Kollegger

Martin ist nun das dritte Jahr Spielleiter bei den Seiersbergern. Der anstelle des 2016 beruflich verhinderten, langjährigen Regisseurs Manfred Pöll engagierte Inszenierer kam auf Empfehlung seines Spezl Manfred Rucker und brachte ganz andere Ansätze und Ideen mit, als es das ImTeamTheater-Team gewohnt war. Martin ist nach eigenen Angaben „zwiegespalten zwischen Technik und Theater“, schätzt den Einsatz von Musik als dramaturgisches Mittel sehr und verlangt von den Darstellerinnen und Darstellern oft übermenschliche Anstrengung und Geduld, wenn es um das Einhalten langer Pausen zwischen einzelnen Sätzen geht. Dazu feilt er liebevoll an einzelnen Bewegungen und Positionen der Darsteller, die dann das stimmige Gesamtbild ergeben. Der gelernte IT-Techniker inszeniert an verschiedenen Grazer Bühnen und ist seit einigen Jahren selbstständig als Trainer, Vertriebschef und Anbieter von „Unternehmenstheater“ tätig. Für das Unternehmen 2018 hat er sich besonders vorbereitet und schon frühzeitig Textkorrekturen durchgeführt, Charaktere besprochen und die Devise ausgegeben: geprobt wird von Anfang an ohne Textbuch, so schaut’s aus liebe Darsteller!

Claudia Paternoga

Einsagen und einchecken
Es gibt diese Menschen - für sie wurden geflügelte Worte erfunden. Claudia Paternoga ist der gute Geist der Aufführung, in Wort und Schrift. Verliert einer der Darsteller den Faden, nimmt Claudia ihn auf und flüstert verläßlich die rettenden Worte. Dass der nervös gewordene Mime die Souffleuse manchmal doch nicht hört, obwohl sogar schon die ersten Zuschauerreihen mitsprechen könnten, ist das wunderbare und komische am Theater. Doch Claudia ist als unsichtbare Meisterin der Karten eine geborene Checkerin - sie checkt telefonisch die Kartenbestellungen unserer Besucher und hat noch jeden der rund 300 Kartenwünsche pro Vorstellung gut geschupft.

Manfred Pöll

Regie? Des moch i!
Braucht eine Laientheatergruppe einen Regisseur? Ja, ist die einzig richtige Antwort. Auch das ImTeamTheater sollte ab 1997 nicht länger ein wilder, improvisierender Haufen sein. Die Proben zu dieser Spielsaison hat erstmals Manfred Pöll geleitet. "Mandi und Ernsthaftigkeit - passt das zusammen?" hatten sich viele wohl gefragt. Aber Spaßmacher und "Blödler" Nummer eins, Mandi Pöll, kann auch ein gestrenger und gewissenhafter Regisseur sein. Durchaus möglich, dass eine Szene so oft unerbittlich wiederholt wird, bis Mandi mit jeder kleinsten Nuance zufrieden ist. "Man braucht einfach jemanden, der die Linie vorgibt. Als Schauspieler musst du dich am Regisseur orientieren können. Mandi hat einfach ein unglaublich gutes Gespür für die lustige Inszenierung unserer Stücke", sagt Sylvia Maier, Schauspielerin und Obfrau des Im-Team-Theaters. Nicht nur als Regisseur - auch als Conférencier macht "Pölli" eine gute Figur. Seine Versprecher während der Begrüßung bei den Vorstellungen sind legendär. Doch Mandi meistert seine Auftritte immer mit einer großen Portion Charme und Witz. Als Frohnatur gelingt es ihm, gute Stimmung im ImTeamTheater zu verbreiten, die für ein lustiges und produktives Arbeitsklima unverzichtbar ist. Auch Mandis Frau Lissi ist Darstellerin im ImTeamTheater: "Ganz ehrlich, welcher Mann freut sich nicht, wenn wenigstens einige Wochen im Jahr seine Frau nach seiner Pfeife tanzt?" freut sich der Spielleiter diebisch. In der Saison 2016 hatte Mandi beruflich alle Hände voll zu tun, für das Theater blieb ihm leider keine Zeit mehr, so übergab er an Martin Kollegger. Aber wie heißt es selbst bei Spitzenagenten: "Sag' niemals nie".

Bühnenbildbau

Peter Maier, Ewald Schweinzger

Frisuren & Maske

Bettina Kollmann

Souffleuse

Claudia Paternoga

Technik

Manfred Rucker, Stefan Rucker

Abendkasse & Begrüßung

Hannes Sticker, Max Zavec

Organisation, Sponsoring, Chef de Bar

Peter Maier

Bar

Peter Maier, Rudolf Huber, Ewald Schweinzger und Thomas Wastl FEATURING DAVID UND SIMON ZENZ, DAVID ZAVEC

Buffet

Christine Maierhofer, Rosi Melcsok, Hildegard Rinner, Christina Rucker, Evi Rucker, Roswitha Sticker, Ulrike Windisch und Heike Hillebrand

Dekoration

Roswitha Sticker

PR & Öffentlichkeitsarbeit

Eva Bucht

Künstler für den guten Zweck

Ein Seiersberger Theaterabend soll nicht nur unterhalten: Sie wissen es vielleicht als treue Besucher - am Ende unserer ersten Vorstellung wird aus den Einnahmen der Premiere für einen guten Zweck gespendet und die Summe an die Empfänger übergeben. Bisher konnten wir etliche tausend Euro für die gute Sache im wahrsten Sinne des Wortes hereinspielen. Gewidmet haben wir sie unter anderem dem Roten Kreuz, für Therapiezwecke, in Not geratenen Familien ....
Dafür danken wir Ihnen - Ihr Besuch ermöglicht uns, gemeinsam gut zu sein.
2017 wird ein Teil des Einspielergebnisses aus der Premiere an das Rote Kreuz Seiersberg-Pirka gehen.
April 2018

Schlitz im Kleid

Tickets & Reservierung

Im Team Theater 2018

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